Zucker. ♥

Meiner Meinung nach zwar das blödeste Wort für die Krankheit, aber es ist eins der am meisten dafür verwendetste. → Diabetes (und ich empfehle jedem, sich den Wikipedia-Eintrag mal kurz durchzulesen). Ich trage die chronische Krankheit seit mittlerweile fast 13 Jahren mit mir rum. Entgegen so manch einer unqualifizierten Meinung, ich hätte mir das Ganze “angefressen”, habe ich allerdings → Typ I und habe mich weder von zu viel Zucker ernährt, um jetzt Insulin zu brauchen, noch liegt es an meinem Gewicht oder überhaupt: an mir, ich bin vollkommen unschuldig und wurde so geboren. :) Foto(4)

Eigentlich hätte ich euch gern meinen Lieblingswert (100 mg/dl) präsentiert, aber der ist auch nicht schlecht. :)

Seit Jahresanfang trage ich endlich – wenn auch noch nicht so ganz – eine Insulinpumpe, die ich ewig nicht genehmigt bekommen habe, was für mich ein guter Anlass ist, jetzt mal ein paar Worte zu meinem Leben mit Diabetes zu verlieren. :) Nach dem Klick gibt’s also mal einen ganz anderen Post, den sich aber vor allem in letzter Zeit einige von euch gewünscht haben.

Meine Geschichte beginnt im Jahr 2000, irgendwann im Mai – den genauen Tag habe ich vergessen (oder verdrängt?). Ich bin 10 Jahre alt und meine Mama davon überzeugt, dass ich eine Blasenentzündung habe. Die klassischen Symptome – viel Durst, oft auf Klo gehen etc. – habe ich nie gehabt. Wir fuhren also früh zum Arzt und ließen meinen Urin untersuchen, der aber nüchtern an Stelle von Bakterien zu viel Zucker drin hatte. Das hieß für mich: → Glucosetoleranztest.
Das Ergebnis: so richtig wollten sich meine Blutzuckerwerte nicht einpendeln, was daran lag, dass ich damals noch Insulinreserven hatte, die mittlerweile natürlich aufgebraucht sind. Man empfohl uns, demnächst mal in der Kinderklinik vorbeizuschauen, da der Verdacht auf Diabetes bestünde. Meine Mutter ließ sich das nicht zweimal sagen. Wir packten ein paar Klamotten und meinen Teddy ein und waren wenig später in Erlangen, wo ich direkt nochmal den “leckeren” Test machen durfte. Kurz darauf stand die Diagnose fest: Ich habe Diabetes.
Zugegeben: für mich hat sich in dem Moment nicht wirklich was geändert. Ich kannte die Krankheit nicht. Das Einzige, was mich in dem Moment ein bisschen aus der Bahn warf, war die “Tatsache”, dass ich jetzt nichts mehr mit Zucker essen kann (mit 10 Jahren hat man da irgendwie andere Prioritäten, nech?). Das stimmt natürlich nicht – aber gehört leider zu vielen Sätzen, die man sich als Diabetiker anhören darf. ;)

Danach ging alles schnell – ich wurde sofort stationär aufgenommen, untersucht und “eingestellt”. Damals noch mit sexy Junkiespritzen und den Insulinen “Actrapid” und “Prothaphan” – die Diabetiker unter euch Lesern kennen die zwei vielleicht. :) An die Nicht-Diabetiker nur so viel: es ist die Hölle. Jahrelang war ich gezwungen, zu bestimmten Zeiten zu essen, egal ob ich Hunger habe oder nicht. Und wenn ich mehr Hunger hatte, durfte ich nur Dinge ohne Kohlenhydrate essen (wenn du dann zB mal richtig Bock auf Nudeln hast, ist das echt scheiße!). Ich weiß nicht mehr, wann, aber nach einigen Jährchen wurde ich umgestellt auf “Lantus” und “NovoRapid” – zwei Insuline, die einem den Alltag wirklich enorm vereinfachen, da das eine davon 24 Stunden wirkt und das andere innerhalb von ca. 15 Minuten wirkt und man somit essen und trinken kann, wann man möchte und vor allem: wie viel man möchte.

TheEvolutionofSpritz

The Evolution of “Spritz”: von der Junkiespritze zum Pen bis hin zur Patch-Pumpe

Das Interessanteste damals war glaube ich, wie ich auf das Spritzen reagiert habe. Auch das ist so ein Satz, den ich immer wieder zu hören bekomme: “Also ich könnte mich ja nie spritzen!” – für mich war sofort klar, dass ich keine andere Wahl habe (und heute noch bin ich erstaunt, wie erwachsen ich in der Situation reagiert habe). Bereits beim zweiten Mal, als ich spritzen musste, bestand ich darauf, das selbst zu tun. Und ich bin ganz froh drum. Eine Überwindung ist es schließlich wirklich. Ich weiß noch, wie ich einige Male angesetzt habe, bis ich es endlich geschafft habe. Und so schlimm war es gar nicht. Die Nadeln kann man nicht mal wirklich als Nadeln bezeichnen, so dünn, fein und kurz sind sie. Es tut nicht mal weh (außer, man trifft irgendwas oder das Insulin kommt frisch aus dem Kühlschrank – das passiert aber natürlich nicht immer).

Und so vergingen die Jahre. Zu meinem Alltag gehört regelmäßiges Blutzuckermessen (ebenfalls ein kleiner Pieks in den Finger, der nicht wehtut), auf die Broteinheiten beim Essen (und manchen Getränken) achten (mittlerweile bin ich ein Kohlenhydrate-Pro!), ein bisschen rechnen, was ich dafür spritze (oder neuerdings mit der Pumpe extra abgebe) und viel notieren, damit ich bei meinen allvierteljährlichen Besuchen beim Diabetologen auch alles perfekt einstellen kann.

Letzteres hat seit einiger Zeit nicht geklappt. Zusätzlich habe ich seit Anfang an das → Dawn Phänomen, das mir einiges an schönen Blutzuckerwerten versaut hat und mir immer wieder Probleme bei der Therapie gebracht hat. Schon recht früh hätte ich eigentlich eine Pumpe tragen sollen, als Kind war ich aber immer dagegen – ich fand die Vorstellung, etwas permanent an meinem Körper zu tragen, ziemlich doof. Berechtigterweise, oder? Trotzdem lässt sich mit einer Insulinpumpe eine viel bessere Einstellung “programmieren”, da sie – vereinfacht ausgedrückt – wie die Bauchspeicheldrüse funktioniert. Und die streikt bei mir ja bekannterweise, was die Insulinausschüttung angeht. :)
Dazu kommt, dass ich erst vor etwa 3 Jahren meine Trotzphase erreicht habe. 10 Jahre lang hatte ich nie ein Problem mit der Krankheit, auch wenn sie immer mal ein bisschen genervt hat, aber irgendwann hatte ich schlicht und einfach keine Lust mehr. Ich habe nicht gemessen, habe willkürlich gespritzt und irgendwelche Notizen machen war sowieso immer schon das Lästigste (zum Glück gibt es dafür eine perfekte Lösung, die ich euch noch verrate!), weshalb ich darauf bewusst verzichtet habe. Nicht gut, aber ich habe diese Phase überstanden, war wieder ein anständiger und vorbildlicher Diabetiker, aber – und es lag nicht an der Trotzphase – irgendwie wollten meine Werte in letzter Zeit gar nicht mehr.
Mein Diabetologe war, seit ich dort bin, davon überzeugt, dass ich die perfekte Pumpenpatientin bin. Also war das unser Ziel: eine Therapie mit → Insulinpumpe. Leider hat das die Krankenkasse und der dazugehörige MDK (bereits vorher) anders gesehen. Sämtliche Anträge wurden abgelehnt, Widersprüche auch und bei insgesamt sieben “Neins” haben wir uns jetzt dafür entschieden, der Krankenkasse auf eigene Faust zu beweisen, dass die Pumpe sein MUSS.

Seit dem 7. Januar trage ich nun den OmniPod, ein ziemlich neues Teil, das ohne Schlauch funktioniert. Es ist wirklich faszinierend, was dieses kleine Ding in nur 3 Wochen schon geschafft hat. Nach bereits zwei Wochen ist mein → HbA1c (Langzeitwert) von üblen 9,1 auf 8,0 gesunken und wir streben natürlich noch viel schönere Werte an, die endlich erreichbar sind. Ich bin gespannt, wann wir den Idealwert von etwa 6,0 abhaken können. :)

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Ehrlich gesagt muss ich aber ein bisschen am OmniPod mäkeln – denn so sehr ich mich freue, dass wir für diesen Beweis, den wir der Krankenkasse geben wollen, alle Sachen vom Pumpenhersteller bekommen, so unwohl fühle ich mich leider genau mit dieser “Patch-Pumpe”, da sie, genauso wie die Werte in 3 Wochen unheimlich toll geworden sind, in den 3 Wochen auch schon genug Unsinn gemacht hat. So erkennt sie ständig meinen Pod nicht und kann keine Statusangabe machen, obwohl der PDM direkt daneben liegt. Oder ich habe ein Problem beim Setzen des Pods (am Samstag hat es erst beim dritten Pod geklappt, nachdem der erste mal wieder ein Statusproblem genau in dem Moment hatte, als die Nadel reinschießen sollte und somit gar nichts getan hat und der zweite während des automatischen Füllvorgangs spontan mit einem elenden Piepton abgebrochen hat). Mal davon abgesehen, dass ich zudem auch noch die ältere Version mit dem etwas größeren Pod habe (und ich möchte gar nicht undankbar sein – im Gegenteil: ich bin froh, dass beim neuen Pod einige Verbesserungen gemacht wurden – neben der Größe nämlich zum Beispiel auch eine blaue Teflon-Kanüle statt der transparenten, die man durch das Sichtfenster nur mühevoll findet!), der nachts auch irgendwie ziemlich unbequem ist, habe ich das Gefühl, dass das ganze System einfach noch nicht genug ausgereift ist. Es kann nicht sein, dass ich am Samstag direkt mal 400 Einheiten Insulin in den Müll schmeißen musste (kostet ja auch Geld!), weil ein unbrauchbarer Pod (und in diesem Fall waren es dann gleich zwei Pods hintereinander, die nicht funktioniert haben – ebenfalls nicht gerade schön!) gleich komplett entsorgt werden muss (und dann trotz Deaktivierung irgendwann anfängt zu piepen – um 6 Uhr morgens! – sich erst finden lassen muss unter all den alten Pods und sich dann auch noch nicht mal mehr ausschalten lässt – nur mit roher Gewalt!). Zwar ist das Recycle-System gut – man sammelt alle alten Pods und schickt sie an den Hersteller zurück, der sich darum kümmert, aber wenn man mal bedenkt, was da überhaupt alles unnötig an Müll entsteht… So ganz überzeugt bin ich nicht und momentan ehrlich gesagt auch eher genervt – tendiere dazu, wenn ich denn nach 3 Monaten vielleicht doch endlich eine Genehmigung für die Insulinpumpentherapie bekomme, doch zur herkömmlichen Schlauchpumpe, auch wenn hier die Freiheit ein bisschen leidet… Außerdem gibt’s die Paradigm auch in rosa! :)

Um bei diesem doch etwas lang gewordenen Beitrag mal zum Schluss zu kommen, habe ich noch drei Kleinigkeiten, die ich gerne den Diabetikern unter euch mit auf den Weg geben möchte.

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Als kleines Beispiel: meine Werte im August (grottenschlecht!) – die Startseite der App (das war noch im Krankenhaus bei der Einstellung zur Pumpe) – und so sehen meine Werte im Januar bisher aus (ein Traum!)

Die erste “Kleinigkeit” (für mich persönlich in Sachen Diabetes weltbewegend!) ist die tollste Tagebuch-App ever: → mySugr! Ich hatte ja kurz erwähnt, dass das Aufschreiben der Werte, BEs, IEs und all dem Kram für mich eigentlich immer das Lästigste war. Messen und Spritzen fand ich nie so schlimm, aber das Tagebuchführen – Hass. Dank mySugr mache ich das aber supergern, nicht zuletzt, weil es auch richtig übersichtlich ist und ich sowieso das Handy dauernd in der Hand habe. Ich kann alles ausdrucken und meinem Diabetologen mitbringen und mit all den Einträgen dann hoffentlich auch der Krankenkasse zeigen, dass die Pumpe alles besser gemacht hat (und das hat sie ja schon längst!).

Nummer 2 ist der tolle Blog von Ilka und Finn, bei dem ich mich immer über neue Beiträge freue. Viele Infos, Stories aus dem Alltag und irgendwie eben “das Gefühl, dass man nicht allein ist”. Schaut vorbei bei → mein-diabetes-blog.com!

Und die letzte Kleinigkeit ist wirklich nur eine Kleinigkeit, die ich mal des Nachts beim Surfen entdeckt habe. Ich hatte viel Spaß beim lesen und konnte so gut wie bei jeder Tatsache zustimmen – ein Tumblr-Account namens → “Diabetic Problems” mit den klassischen Problemen von Diabetikern wie zB “Nein, das tut nicht weh!”, “Ja, ich spritze mir das jetzt in den Bauch.”, “Nein, das ist nicht das Gleiche wie bei deiner Oma…” und “Ja, ich darf das essen!”. :)

So. Und jetzt ist Schluss. :) Vielleicht habt ihr ja noch irgendwelche Fragen oder vielleicht sogar eine Idee für einen Blogpost zum Thema Diabetes, den ihr gern lesen würdet – mir hat das Schreiben Spaß gemacht und vielleicht gibt’s ja wieder mal einen solchen Post hier… Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie viele Diabetiker unter euch sind und freue mich auch über einen Austausch (egal ob hier, per Mail, Facebook oder Twitter)!

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70 comments
  • Depends on which type of Diabetes you have – Type 2 can be caused by your lifestyle, e.g. bad food, no sports, but Type 1 is something you're born with – you can already have it as a baby or get it later, it's already inside of you.

  • Hallo Lu :)

    Erstmal möchte ich Dir danken, dass du uns an deinem Leben in der Art teilhaben lässt und so offen über deine Krankheit und die Erfahrungen darüber berichtest :)
    Ich finde es natürlich immer toll, wenn neue Arten der Behandlung entwickelt werden die nicht mehr das tägliche Leben so sehr einschränken und dennoch bei der Behandlung der Symptome helfen. Ich finde es nur echt mies von den Krankenkassen die bei der Zuzahlung immer weniger beisteuern , zum Beispiel die Testplättchen und so weiter. Für viele Diabetiker bedeutet das immer sehr hohe und höhere Kosten … wohl auch in den nächsten Jahren, leider!

  • Hey Lu, ein schöner Bericht :). Jetzt weiß ich auch endlich mit wem ich da gestern "gededoct" habe. Falls du wissen willst wer ich bin, dann schau einfach auf http://www.diabetes-leben.com vorbei.

    Meine Erfahrungen mit dem Omnipod sind ja ganz andere: http://www.diabetes-leben.com/2013/01/mauschen-du… oder auch: http://www.diabetes-leben.com/2013/01/erfahrungsb

    Bin gespannt wie du mit der Medtronic klar kommst und würde mich freuen, wenn du mich auf dem Laufenden hältst. ich hoffe, dass du mit der Schlauchpumpe mehr Freude hast :). LG Steff

    • Habe direkt mal bei dir vorbeigeschaut und für sehr toll befunden! Bleibt auf jeden Fall in der Leseliste! :) Ich bin ja nur froh, dass du die Probleme nicht hast – ich hatte allerdings auch nur für diese Probezeit die alte Version bekommen. Vielleicht liegt es auch daran. Oder daran, dass das Testgerät (also der PDM halt) schon über 2 Jahre "unterwegs" ist – und man weiß ja nie, wie die Vorbesitzer damit umgegangen sind, auch wenn ich das Ding wie ein Baby hüte. Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Pumpe, weil ich mittlerweile echt nicht mehr gut auf den OmniPod zu sprechen bin – leider! Denn die Freiheit ist natürlich gold wert. Aber wenn ich mich dafür mit zig anderen Problemen rumschlagen muss, dann lohnt sich das auch wieder nicht… Von daher: wir bleiben gespannt. Jetzt muss ich halt dann die Schlauchpumpe für längere Zeit tragen, auch wenn ich nicht zufrieden sein sollte. Aber es kann eigentlich nur bergauf gehen. :) Ich werde bestimmt mal wieder was schreiben oder spätestens beim TweetChat was erzählen. ;)

  • hallo cat !
    mit der omni-pod kannst du duschen und auch schwimmen gehen, tauchen ist nicht über 2 meter und auch die Sauna ist nicht gut, weil das Insulin bei hohen Temperaturen kaputt wird. ich trage sie am bauch , am Oberarm und auch seitlich, richte dann die Kleidung entsprechend danach….lb. grüsse lyn

  • Hallo liebe Lu,

    ich lese jetzt gerade erst Deinen Beitrag zum Thema Diabetes. Vielen Dank für diesen offenen und sehr informativen Post, ich habe ihn mit großem Interesse gelesen und werde Deinen Link auch mal an meine Mum weiterleiten, sie ist ebenfalls seit 1 Jahr Diabetes Patientin und kann sich noch nicht so richtig damit anfreunden. Ich ziehe wirklich meinen Hut vor Dir, wie toll Du damit umgehst und Dich nicht unterkriegen lässt. Was jetzt garnicht zum Thema passt, ich Dir aber mal sagen wollte – ich finde Deine Augenfarbe wahnsinnig schön! *vorneiderblass* ;-))) Hab ein schönes Weekend, LOMA x

  • Ich hab den Text zwar nur überflogen, als Mitreiter muss ich sagen, dass du das gut und nüchtern beschrieben hast. Bin zwar erst seit 1 1/2 Jahren Typ 1, aber das ganze nervt mich jetzt schon ;) Aber ich denke mir immer, Diabetes ist halt kein Zuckerschlecken, wie jede andere chronische Krankheit auch.

    PS: Interessant, dass du das Bayer Contour Messgerät hast.

  • Super Beitrag Lu! Das sage ich nicht nur, weil ich selbst Typ1erin bin, sondern weil der Beitrag mal schön und verständlich erklärt, was Diabetes ist und wie so ein Diabetes Alltag aussieht.
    Lasst dich durch diesen sonderbaren Post nicht beirren. Ich hatte auf keinen Fall das Gefühl,dass hier irgendwie gejammert wird, oder Mitleid erzeugt werden soll. Und selbst wenn, die meisten Leute denken Diabetes ist total easypeasy. Man sieht ihn nicht, und er tut nicht weh, also kann das ja alles nicht so schlimm sein. Doch, er tut weh. Aber erst dann wenn es bereits zu spät ist. Und damit das nicht passiert, müssen wir echt viel täglich investiren. Viel schlimmer ist bei vielen Diabetikern aber eh die psychische Belastung im Alltag. Diabetes ist ein 24 Stunden Job, alles was man macht und tut muss auf den Diabetes abgestimmt werden. Aber wir Diabetiker sind halt Meister im Verstecken und Überspielen. Was ich damit meine, habe ich mal hier geschrieben: http://www.mein-diabetes-blog.com/uber-unsichtbar
    Klar gibt es Schlimmeres, aber zu unterschätzen ist das Leben mit Diabetes auf keinen Fall! Also Lu, danke für den Post!

  • Liebe Lu!
    Vielen Dank für deinen tollen Post wie ich finde. Erklärt für alle Nicht-Diabetiker unter uns vielleicht auch ein paar Sachen und gibt halt einfach einen kleinen Einblick in ein Leben mit Diabetes Typ I.
    Ich fände es toll wenn du uns weiterhin über das Leben mit deiner Krankheit auf dem Laufenden hältst.
    Ganz liebe Grüße,
    Steffi

  • Hallo Lu,

    schön dass du dich entschieden hast einen Beitrag über Diabetes zu schreiben! :)
    Was ich aber zum Beitrag von "Mady" los werden will:
    Diabetes ,egal welche Typen (gibt ja mehrere), ist definitiv keine "leichte" Krankheit.
    Sie tut zwar anfangs nicht weh, aber die Spätfolgen können tödlich enden.
    Bei machen läuft Diabetes nicht so tragisch ab, aber ich habe auch junge Patienten die schon auf beiden Augen erblindet sind.
    Regelmäßige Arztbesuche, Schulungen und andere Therapien helfen beim Leben mit dem "bösen Zucker"

  • Hey ;) also zum Ersten lese ich gerne solche Berichte, weil es jeden selbst treffen kann und man somit auch mit Betroffenen besser umgehen kann (ich bin da immer sehr befangen). Aber: Der erste Kommentar geht leider überhaupt nicht, ich hoffe sehr, dass das ein Fake ist, denn sonst muss man ernsthaft an der geistigen Gesundheit der Schreiberin zweifeln.
    Wenn Menschen so labil sind, dass die wegen einem "Diabetes" Bericht Probleme bekommen, dann sollten sie vielleicht gar nicht das Internet nutzen, oder? Und: ja, es gibt immer schlimmere Krankheiten, und schlimmer und schlimmer und schlimmer..
    Ein riesen Lob an dich, dass du so offen damit umgehst, alles Liebe Nathalie

  • Liebe Lu
    Ich finde es gut, wichtig, berechtigt, interessant, bereichernd und toll, dass du diesen Beitrag geschrieben hast – du hast damit auf Fragen von anderen reagiert und ein Stück weit etwas von dir preisgegeben! Danke dafür! Ich denke, vielen ist nicht bewusst, was es heisst, Diabetes zu haben. Ich wünsche dir viel Kraft und gutes Gelingen mit der Pumpe!

  • Danke für den Post.

    Ich kenne nur die "alte" Version mit nach Uhr spritzen und essen von einer früheren Schulfreundin.

    Schön, dass sich da mittlerweile einiges getan hat, auch wenn es natürlich immer noch nicht so ist, dass man die Krankheit einfach so vergessen kann.

  • Liebe Lu,

    ich bin ebenfalls Typ I-Diabetikerin und trage seit ca. 6 Jahren eine Paradigm (seit kurzem die neue VEO). Ich finde eine Schlauchpumpe ziemlich unkompliziert und leicht zu händeln. Klar, man muss schauen, wie man sie trägt (in der Hosentasche, per Clip am Rock oder per Gurt unter einem Kleid) aber da findet man schnell seine Komfort-Variante. Zum Sport, Duschen, Saunabesuch, etc. ist sie easy abzukoppeln und die Bedienung ist auch einfach. Die Ped-Pumpe, die du hier vorgestelt hast, kannte ich gar nicht. Ich wünsche dir auf jeden Fall für deine Pumpentherapie viel Erfolg! :)

  • Hi,

    ich weiß nicht ganz was du von deinen Lesern hiermit erwartest. Eine meiner Leserinnen hat sich sehr über den Beitrag geärgert. Ich kann sie gut verstehen und auch die anderen die davon angesteckt wurden.
    Ich versuche Diplomatisch zu bleiben… Auch wenn es mir schwer fällt.

    Viele von uns müssen sehr leiden. Viele sind jung und erreichen dank ihrer Erkrankung nichts, sie müssen teilweise sogar in die Psychiatrie weil sie keinen Sinn mehr sehen. Familien zerbrechen daran und die betroffen sterben häufig sogar daran.
    Ich weiß das Zucker sehr unschön ist, aber es ist nicht so schlimm wie du hier tust.

    Vergiss nicht was du alles och hast und kannst.
    Du lannst arbeiten gehen. Eine fAmilie gründen, Ein Kind bekommen. In die Sonne gehen. Ohne starke Medikamente alt werden und so weiter…

    Die Leserin war so sauer das sie auf blöde gedanken kam und jetzt Medikamente braucht um das zu überstehen.

    Ich bitte jeden, der solche Beiträge schreibt, sich genau zu überlegen was er da so schreibt.
    Falls dich die Hintergründe meines Kommentares interessieren kannst du mich gerne per Mail ( yuna1192@aol.com) anschreiben. Das gilt auch für euch, liebe Leser.

    Sicher, jede Krankheit ist schlimm, aber vielen geht es noch viel, viel Schlimmer.

    MfG Mady

    • Ehrlich gesagt bin ich gerade ziemlich überrascht von deinem Kommentar. Ich glaube nicht, dass mein Post in irgendeiner Weise jämmerlich rüberkam oder dass jemand sich deshalb ärgern müsste (ich glaube auch kaum, dass jemand, der nicht wirklich ein ernsthaftes Problem hat, den Beitrag irgendwie falsch aufgefasst haben könnte). Ich habe damit auch nichts spezielles erwartet – den Post habe ich vor allem auch deshalb geschrieben, weil mich seit der Pumpeneinstellung, die ich ja auch auf Instagram und Co. gezeigt habe, viele darum gebeten haben, doch auch mal über meine Krankheit etwas zu schreiben.
      Dass es schlimmere Dinge gibt, möchte ich niemals anzweifeln, das stimmt nämlich und ich bin jeden Tag sehr dankbar dafür, dass es "nur" Diabetes ist – mir aber sowas zu schreiben ist genauso wie jemandem, der sich freut, zu sagen, dass es auch andere gibt, die sich noch mehr freuen – meines Erachtens total unnötig! Warum deine Leserin sich dermaßen über den Beitrag aufgeregt hat, kann ich mir wirklich nicht erklären und trotzdem hoffe ich, dass sie das problemlos übersteht (ich hoffe, es ist nichts allzu schlimmes – so ganz weiß ich nicht, worauf du hinaus willst?).

      Ich denke nicht, dass ich dir jetzt unbedingt eine Mail schreiben muss, kann mir aber vorstellen, dass es dir vermutlich besser gehen würde, wenn du mir genau erklärst, was los ist, damit du mir sowas schreibst, von daher drehe ich dein Angebot jetzt einfach mal um und biete dir an, mir eine Mail zu schreiben – die Adresse findest du ja auch hier überall.

      • ich denke auch dass es sich hierbei um einen fake handelt:
        https://www.facebook.com/evylin.delany
        das ist das dazugehörige facebookprofil zur eMailadresse. 4 Freunde in 4 Jahren Mitgliedschaft und 1000 Likes von irgendwelchem Blödsinn.
        Daher glaube ich, dass sich hier einfach nur mal wieder jemand wichtig machen und andere verunsichern will.
        Lass dich nicht ärgern oder dir ein schlechtes Gewissen einreden, Lu.. wie alle anderen schon meinten, ist dein Beitrag weder dramatisiert noch mitleidserhaschend, sondern informativ – für allem für Leute die Diabetes nur vom hörensagen kennen.
        Der "Leserin" (von was eigentlich? ;) ) gehts bestimmt gut. ;)

    • Diabetes, insbesondere in seiner juvenilen Typ-l-Form, ist tatsächlich eine äußerst schwerwiegende und immer noch auch oft genug tödlich verlaufende Erkrankung, die eine präzise, lebenslange Einstellung der BZ-Werte erfordert, was häufig schwierig ist und das tägliche Leben der Betroffenen und deren Familien maßgeblich beeinflusst. Es gilt nicht nur akut lebensgefährliche Unterzuckerungen oder Koma durch Überzuckerung zu verhindern, sondern ebenso quälende Langzeitkomplikationen wie Nierenversagen und Dialysepflicht, Amputationen durch Gefäßschäden oder Erblindung- um nur einige zu nennen.

      Jeder Patient einer chronischen Krankheit , ob organisch oder psychisch, hat jeden Tag seinen eigenen Kampf zu kämpfen- eine Art "Rangliste", wer am schlimmsten betroffen sei, bringt niemandem etwas. Stattdessen sind Informationen über die Fakten und den Umgang mit der jeweiligen Erkrankung elementar- zum Thema Diabetes hat Lu mit ihrem offenen, sachlichen und trotzdem sehr persönlichen Artikel in bemerkenswerter Weise dazu beigetragen.

    • Wow, ich schreibe ja sonst nie Kommentare aber dieser Kommentar ist sowas von unverschämt, dass ich darauf einfach reagieren muss.

      Lu hat einen ziemlich sachlichen und authentischen Beitrag über das Leben mit Diabetes geschrieben. Sie hat kein bisschen gejammert, nichts dramatisiert.

      Ich finde deine Reaktion unverschämt und überaus anmassend. Ja, es gibt immer Leute denen es noch schlechter geht. Aber niemandem ist geholfen, wenn er seine eigenen Probleme deshalb negiert. Zudem hat dich und deine "Leserin" niemand gezwungen den Beitrag zu lesen. Im Gegenteil, man musste ihn sogar noch bewusst anklicken um mehr zu erfahren.

    • Deine Leserin sollte sich schnellstens um einen Therapieplatz bemühen. Was soll den an diesem Artikel schlimm sein? Hier wurde nicht gejammert, sondern kompetent alle Zusammenhänge erklärt. Also ich fand es informativ und in keinster weise schimm…

    • Also ich finde diesen Kommentar äußerst merkwürdig. Und tendiere hier eher dazu das es sich um einen Fake handelt. Erst recht die E-Mail adresse hier Preis zu geben schreit für mich nach Fake.

    • Ich habe noch nie in meinen ganzen Leben so einen schwachsinnigen Kommentar gelesen, als diesen hier. Wer sich überhaupt Gedanken machen sollte, dass ist auf jeden Fall Mady und nicht Lu. Ich glaube allerdings auch an einem Fake. So etwas kann man doch garnicht ernst nehmen

    • Also ich hab selten so einen unqualifizierten Mist gelesen! Hast du mal auf anderen Blogs vorbeigeschaut, auf denen Mädels von ihren eingerissenen Fingernägeln schreiben, als wären es die Vorreiter der Apokalypse? Dein Angriff ist sowas von lächerlich… Wenn sie hier einen Fundraiser für ihr bedauernswertes Schicksal als Zuckerkranke hätte starten wollen, könnte ich dich ja vielleicht noch verstehen, aber so… Einfach. Nur. Dumm.

    • Also ich kann meinen VorschreiberInnen hier nur zustimmen:Der Bericht von Lu ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und m.E. nicht wertend oder was auch immer gemeint.Ein toller Bericht, der durch solch einen Kommentar ehrlich gesagt nur noch toller wirkt:Echt,authentisch und sehr persönlich geschrieben-Danke dir liebe Lu!Mach weiter so:-)

    • Also ich hab mich über diesen Kommentar auch sehr gewundert und etwas erschrocken. Ich habe selbst im vergagenem Sommer/herbst eine Krebserkrankung durchgemacht und fühle mich durch Lus Beitrag weder gekränkt noch verunglimpft! Ich fand den beitrag sehr informativ und sachlich, und ich finds toll das Lu das hier in einem Beauty-Blog postet. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof, es gibt Krankheiten und Kranke, klar gibts immer einen der schlimmer dran ist (hab ich auch in der Krebskilnik so gesehen) aber deshalb hat doch jeder ein Recht seine Sicht der Dinge und seine Erfahrungen zu schildern. Ich find den Beitrag toll, Danke liebe Lu!!!

    • Der Pod kann bis zu einer Stunde problemlos im Wasser sein (solange es nicht brütend heiß ist – aber schwimmen heißt bei mir auch schwimmen und nicht gekocht werden). Der PDM muss dann natürlich in der Nähe liegen, damit auch die Insulinabgabe weiterläuft. Aber sonst ist das kein Problem – immerhin ein Vorteil zur "klassischen" Pumpe. Da müsste ich dann natürlich abstöpseln.

  • Mega gut! Ich finds echt schön, dass du auch über dieses – ja eigentlich ziemlich belastende Thema – so offen schreiben kannst und uns auch einen Einblick in diesen Part deines Lebens gewährst. Krass! Ich hatte auch nie so eine besondere Vorstellung von Diabetes- meine Oma und ihre Schwester haben das. Aber meine Oma muss "nur" ein paar Medikamente nehmen, zwischendurch messen und regelmäßig essen, die Schwester meiner Oma ignoriert ihre Diabeteserkrankung seit 15 Jahren und fällt dann alle zwei Jahre um ( ist aber inzwischen auch schon über 90 ).
    Also, ich verstehe das Prinzip dieser Pumpe- aber kannst du damit überhaupt Sport machen? Hast du nicht ständig Angst, dass sie irgendwie rausgerissen werden könnte? Wenn du im Bett liegst und dich umdrehst? Wenn dein Freund dich umarmt? Wenn du irgendwie dagegen kommst?
    Auf jeden Fall: Respekt! Ich wäre sicherlich nicht so vrnünftig wie du an diese Sache herangegangen. Echt. Krass!

    • Nein, mit der Pumpe kann ich eigentlich alles ganz normal machen und sollte sie tatsächlich mal in irgendeiner Weise störend sein, kann ich sie auch abnehmen und in der Zeit "manuell" spritzen. Das ist alles problemlos machbar. Ich kann auch alles so einstellen, dass beim Sport weniger Insulin abgegeben wird, damit ich keinen Unterzucker bekomme. Das ist auch das Schöne daran: man kann alles perfekt einstellen. :)
      Beim Schlafen stört der Pod auch nicht wirklich, lustigerweise nur, wenn ich ihn rechts trage, drückt er ziemlich – aber wie gesagt habe ich das alte, größere Modell und ich kann mir vorstellen, dass es beim kleineren Pod angenehmer wird. Ansonsten gebe ich mir auch Mühe, immer vorsichtig zu sein, damit sowas blödes nicht passiert. Und der Pod ist ja gut festgeklebt, der geht auch nicht SO schnell ab. ;)

      Mir bleibt halt sowieso nichts anderes übrig – entweder, ich kümmere mich jetzt drum und habe zwar immer so ein bisschen nerviges Tamtam um mich, oder ich lasse das alles sein und kann mich irgendwann mit den hässlichen Folgeschäden (unter anderem, dass die Nieren aufhören zu arbeiten oder Blindheit, etc.) rumschlagen. In dem Sinne: was muss, das muss. Ich hab' ja was davon. ;)

  • Erst einmal ein großes Lob an dich, der Beitrag ist wirklich schön geschrieben und auch super erklärt. Mir ist gerade bewusst geworden, wie "anstrengend" das eigentlich ist und dass es auch (wenns dumm läuft) tödlich enden kann (das war mir persönlich nicht ganz so bewusst, dachte immer, wenn man was isst und sich dann die entsprechende Mende Insulin spritzt macht das "nix" => kam bei meiner Tante immer so rüber). Ich find's toll wie du damit umgehst und dass du der Krankenkasse in den Arsch trittst (das hattest du mir ja schon mal erzählt *g*). Viel Erfolg bei der "Suche" nach der besten Methode für dich und dadurch natürlich ein "stressfreieres" Leben.

    • Nicht, dass ich wüsste. Ich habe zwar jetzt weniger Insulinbedarf, was sich auch auf das Gewicht in Form von Reduktion auswirken sollte, aber bisher habe ich noch nichts gemerkt – wenn, dann dauert das sicher ein bisschen. :)

    • So ging's mir auch ewig, aber für meine Behandlung ist es wirklich SO viel besser, dass es schon eine große Erleichterung, trotz dieser "körperlichen Einschränkung" ist. :)

  • Mein Onkel hatte auch Typ I seit seiner Kindheit (er wäre heute über 50). Mein Opa fand es immer voll schlimm, wenn wir Kinder (also meine Geschwister und ich) die Spritzen sahen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich das nie schlimm fand (dass ich eine leichte Nadelphobie hab, liegt definitiv nicht daran). Eher find ich es doof, wie da von Seiten meiner Großeltern damit umgegangen wurde. Beispielsweise hab ich erst Jahre später erfahren, wie oft der Notarzt bei uns war, wenn mein Onkel zu Besuch war und er Unterzucker hatte. Dieses völlige Nicht-Informieren find ich furchtbar. Wir waren vielleicht Kinder, aber ja nicht völlig doof.
    Mein Onkel hatte zusätzlich zum Diabetes noch diversen anderen Kram (ich weiß nicht, inwiefern das alles zusammen hing, muß ich gestehen (siehe Null-Info-Familienpolitik)) und hat irgendwann dann eine neue Niere und eine neue Bauchspeicheldrüse bekommen. Statt Insulin war's dann Kortision, das er nehmen mußte. Soweit ich weiß, hat das Organ auch bis zum Schluß gut "funktioniert" (wenn man das so sagen kann).

    Ich find es einfach toll, wie Du mit der Diabetes umgehst! In meinen Augen ist das nichts, wofür man sich schämen muß oder das man unter den Teppich kehren muß/soll.
    Danke für Deinen tollen Bericht!

  • Sehr interssant. Ich bin selbst (zum Glück) nicht betroffen und habe diese Sachen immer nur am Rand von Freundinnen mitbekommen. Grad zu Schulzeiten hab ich da echt bei einer Mitgelitten, die sich da so stark kontrollieren musste (ich nehm mal an das war auch Typ 1 – klingt auf jeden Fall wie bei dir).
    Mich interessiert das aber auch was in einem vorangegangenen Kommentar schon gefragt wurde: (sorry ich versteh das nach deiner Ausführung immernoch nicht so genau) also die Pumpe hat eine Kanüle und die geht in deinen Bauch rein? und die Pumpe trägst du dann in einem Beutelchen oder in der Hosentasche mit? Zumindest stell ich mir das grad so vor…
    Wie gesagt mir fehlt da jeder Bezug. ^^;

    Sorry für die blöde Frage.

    • Genau, die Kanüle geht in den Bauch und liegt da 24 Stunden. Normal wäre dann noch ein Schlauch zwischen dem Teil am Bauch und dem Gerät, aber der fällt bei der Patch-Pumpe weg. Den PDM (also das Gerät) trage ich dann normalerweise in meiner Handtasche mit. :)
      Ich hab' auch den Wikipedia-Eintrag zur Insulinpumpe verlinkt – schau' doch auch mal dort! ;)

      • Ahhh, das ist ja praktisch! :D Also… sowohl die Verlinkung als auch dass du den pdm einfach so locker mit rumtragen kannst^^

        Hast du da dann trouble beim Fliegen? Also Kontrolle stell ich mir trotz Pass in fremden Ländern schwer vor. Ich meine mich zu erinnern dass einer Bekannten in Australien die Insulin Medikamente entwendet wurden vom Bodenpersonal.

  • Schön zu lesen, dass du deine Trotzphase hinter dir gelassen hast. Meine Schwester hat seit ihrem 6. Lebensjahr Diabetes und steckt momentan mal wieder mitten in ihrer Trotzphase. Die letzte vor etwa 5 Jahren wäre beinahe tödlich verlaufen, das sagte ihr jedenfalls der Arzt damals im Krankenhaus. Eine Insulinpumpe würde sie jederzeit problemlos genehmigt bekommen, aber die will sie leider gar nicht haben. Dann hat die Diabetologin ihr vor einigen Jahren blöderweise auch noch gesagt, dass sie nicht abnimmt, wenn sie gegen die hohen Werte viel Insulin spritzen muss. Bleibt nur zu hoffen, dass sie irgendwann mal wieder an ihre Gesundheit denkt. Mit 20 Jahren lässt sie sich von Mama ja leider nicht mehr viel sagen.

  • Ich gehöre glücklicherweise nicht zu den Diabetikern, aber eine ehemalige Schulkollegin hat Diabetes. Ich hatte aber so bist jetzt wenig damit zu tun, deshalb ist es mal sehr interessant, mehr darüber zu erfahren. :)) Danke für den persönlichen und informativen Post. (:

  • Ich finde den Beitrag auch super zusammengefasst und interessant, dass es verschiedene Sichtweisen und Umgang gibt. Was mir gefällt, ist dein Lebensmut es als "normal" zu deklarieren, was vielen Leuten mit Sicherheit schwer fällt :) Hut ab!

  • Danke für diesen Post, ich folge dir schon länger auf Instagram und wusste daher, dass du Diabetikerin bist.
    Der Post ist wirklich sehr interessant!! Aber ich finde es total frech, dass einige zu dir meinten es wäre wegen dem Gewicht und du hättest es dir ja selber angefressen!

  • Danke für deine interessante Geschichte! Mein Vater hatte auch Diabetes und hat seit über 10 Jahren gespritzt. Ich selbst musste schon oft Thrombose-Prophylaxe spritzen, ich kann daher glaub ich recht gut nachvollziehen, dass diese Pumpe dir den Alltag sehr erleichtert!. LG

  • Darf ich mal fragen wo die Pumpe sitzt? Am Bauch "fest installiert"? Das ist für viele vielleicht logisch, aber ich kann es mir gerade schwer vorstellen. Und wie ist das mit Duschen und Co. stört das da nicht? Ich hoffe die Fragen sind jetzt nicht zu persönlich.

    • Also ich trage sie am Bauch, das geht aber zum Beispiel auch am Oberschenkel und -arm, überm Po etc. (Mit der Patch-Pumpe ist man aber ein kleines Bisschen mehr eingeschränkt).
      Ich kann den Pod beim Duschen dranlassen, auch beim Schwimmen etwa eine Stunde (ausprobiert hab' ich's aber noch nicht, zugegeben!). Bisher hat mich der Pod auch nie gestört. Er ist aber immer am Körper.

  • Ich finde deinen Post sehr interessant, meine Familie hat ebenfalls Diabetis (Vater, Oma, Onkel) und ich werds wohl auch irgendwann bekommen. Ich bin vor 2 Jahren fast ein dreiviertel Jahr mit einer entzündeten Bauchspeicheldrüße rumgelaufen und hatte sehr Angst das ich deswegen Diabetis bekomme, zum glück hab ich es noch nicht.
    Ich hoffe deine Werte bleiben so gut, die sehen echt traumhaft aus, wenn ich so an die Werte meiner Oma denk, die sich da nicht so drüm kümmert…

    lg Sally

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