Kommentare. ♥

Ich wollte kurz ein paar Worte zur Kommentarfunktion loswerden: mich haben nun schon einige Leute gefragt, ob ihr PC kaputt ist, weil sie nicht mehr kommentieren können. Tatsächlich habe ich die Kommentarfunktion nun komplett entfernt. Nach bald 6 Jahren, in denen die Kommentarfunktion zum größten Teil nur dafür genutzt wird, um mich zu beleidigen, sich über mich lustig zu machen und mir sehr viele unschöne Dinge an den Kopf zu werfen (bisher habe ich ja moderiert, also konnte ich auch vieles löschen), habe ich schlicht und einfach keine Lust mehr, eine Müllhalde für schlechte Erziehung zu sein.
Das Thema habe ich schon viel zu oft angesprochen und bin nach wie vor der Meinung, dass das Argument “sich in der Öffentlichkeit präsentieren = mit Kritik rechnen müssen” bei mir schon lange nicht mehr zieht. Viele verwechseln “ehrlich gemeinte Kritik” mit “ich muss die jetzt um jeden Preis fertigmachen” und das hat nichts mehr mit einer Kommentarfunktion zu tun, die für Kommunikation miteinander gedacht ist. Kritik hinterlassen ist schön und gut, solange man Kritik nicht mit Beleidigungen verwechselt – und wenn so viele ihre Kommentare schon mit “Sorry, aber…” einleiten, wissen sie wohl schon, dass das eigentlich nicht ganz so angebracht ist. Sich schon vorher für einen Kommentar zu entschuldigen zeigt ja eigentlich schon, dass man selbst weiß, dass man das nicht schreiben sollte.

Im Januar blogge ich schon 6 Jahre, von Anfang an waren Leute dabei, die mich scheiße fanden, fett und eingebildet, hässlich und vorzugsweise im gleichen Zug mit den Beleidigungen auch noch kritikunfähig. Nur leider war das nie Kritik, sondern meistens echt unter der Gürtellinie. Ich hab’ darauf zuerst reagiert, mich verteidigt, dann habe ich es gelöscht, bis ich irgendwann die anonymen Kommentare ausgeschaltet habe (leider ist es ja nun doch so, dass es gerade diejenigen sind, die sich nicht mal trauen, zuzugeben, wer sie sind). Irgendwann hatte ich sie wieder freigeschaltet und angefangen, die Kommentare zu moderieren – so lässt sich natürlich wahnsinnig vieles aussortieren und löschen, aber ganz ehrlich: ich habe es satt, diese Scheiße überhaupt noch zu lesen. Irgendwann reicht es einfach und der Punkt war jetzt erreicht. Ich weiß nicht, wie lange das so bleiben wird und ob ich die Kommentare irgendwann wieder freischalten werde, aber vorerst möchte ich das so beibehalten.
Ich weiß, dass ein Blog auch von den Kommentaren lebt und es tut mir auch wahnsinnig leid für diejenigen, die wirklich gerne und ehrlich kommentiert haben. Für diejenigen, die vielleicht mal eine Frage hatten oder Hilfe bei etwas brauchten. Die Entscheidung, euch diese Möglichkeit zu nehmen, mit mir Kontakt aufzunehmen, ist mir nicht leicht gefallen, aber: es ist nur eine von vielen, vielleicht ist das ein kleiner Trost? Ich bin per Mail erreichbar, bei Facebook, Twitter und Instagram, selbst per Post könnte man mir schreiben. ;)

Ich hoffe sehr, dass viele den Blog nicht nur der Kommentare wegen verfolgt haben und dass ihr mir trotzdem treu bleibt. Wer mich kennt, weiß, dass mir sehr viel daran liegt, euch Inspirationen zu geben, euch Mut zu machen und Tipps zu geben – und das werde ich auch weiterhin mit sehr viel Freude tun. Jetzt sogar ehrlich gesagt noch mehr, weil ich weiß, dass ich nach einem Post nicht mehr damit rechnen muss, dass ich grundlos von Wildfremden angekackt werde, die mich einfach nur aus Prinzip (seid ihr wirklich so einfältig?) so scheiße finden, dass sie es für nötig halten, das Arschloch, das sie im echten Leben wohl nicht (genug?) ausleben können, einfach mal bei mir rauszulassen. Jetzt dann eben nicht mehr. ;)

Blogger sind doof. ♥

Und nicht nur das: sie sind außerdem produktgeil und lassen sich für Gratiszeug gern für dumm verkaufen. Außerdem ist es ja nur ein Hobby, weshalb Blogger und ihre Arbeit sowieso nichts wert sind.

Das ist mein Fazit und das, was ich Anfang Januar in Sachen “Was Firmen von uns Bloggern denken” (und wie sie entsprechend handeln) gelernt habe. Mein Jahr hatte ganz toll gestartet, indem sich fröhlich an meinen Bildern bedient wurde. Womit wir direkt mal bei einem Blogger-Fakt wären: Ein Blog ist kein kostenfreier Bilderpool zum lustigen Selbstbedienen!

Gleich zwei Bilderklau-Fälle musste ich bereits am zweiten Tag des neuen Jahres erleben. Beim ersten Fall ging es dabei um ein Foto, das nicht nur ungefragt hergenommen wurde, sondern auch noch bearbeitet (mein Wasserzeichen entfernt) und als eigenes Foto ausgegeben wurde. Beim zweiten Fall wurde zwar auch das Wasserzeichen entfernt, aber immerhin mein Name (ohne Verlinkung) erwähnt. Und ich wurde im Nachhinein gefragt, ob das denn okay war. War es nicht. Denn es ist schlicht und einfach eine goldene Regel – nicht nur im Internet, sondern in jeder Situation: man nimmt sich nicht einfach etwas, das einem nicht gehört, ohne vorher zu fragen.

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“Das kann sich doch keiner leisten!” ♥

Weil ich immer wieder zu lesen bekomme, dass zu viele Produkte auf dem Blog gesponsort sind und sich das keiner leisten kann, möchte ich kurz ein paar Worte zu dem Thema verlieren.

Keiner soll sich das alles leisten. Das hier ist (mittlerweile ja doch zum größten Teil) ein Beautyblog und kein “Kauf’ mir sofort alles nach, was ich zeige”-Blog. Das wäre ja auch vollkommener Quatsch. Bloß, weil mir x Produkte vorgestellt werden, renne ich ja auch nicht gleich los und kaufe mir alle. Weder bei Blogs, noch bei Zeitschriften oder sonstwo.

Keiner verlangt, dass jemand wegen mir Produkte kauft – ich am wenigsten. Meine Reviews und Produktvorstellungen sind lediglich “Erfahrungsberichte”, die euch die Produkte vorstellen und deren Wirkung oder Aussehen in Aktion zeigen sollen. Keiner soll sich davon animiert fühlen, jedes Teil sofort zu kaufen. Wer das täte, mit dem würde etwas nicht stimmen. Oder mit dessen Kaufverhalten. Natürlich ist es verlockend, neue Produkte sofort zu haben, aber das wäre unter normalen Umständen mir genauso wenig möglich, wie mit Sicherheit den meisten von euch auch. Deshalb sind für mich als Blogger die Produkte, die ich von Firmen zur Verfügung gestellt bekomme, wirklich wichtig.

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Natürlich bekomme ich viele Produkte zugeschickt – schlicht und einfach, weil es mein Job ist, mir die Neuheiten anzuschauen, sie zu testen und hier vorzustellen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht alles zeige, was bei mir eintrudelt, kann ich sagen: seid froh, dass ich überhaupt kennzeichne, was ich an Samples erhalten habe. Viele Blogs machen das nicht, schließlich ist es kein Muss und auch nicht unbedingt relevant für eine Review. Dennoch mache ich es gern und habe es von Anfang an so gemacht, da mir Transparenz wichtig war. “Gesponsorte Produkte” (zugegeben, ein etwas blöd gewähltes Wort, denn es verleitet dazu, zu denken, man würde für die Reviews auch noch bezahlt werden – dem ist aber nicht so, weshalb ich vor Kurzem das kleine Bildchen unter Posts mit Samples von “Sponsored” zu “PR-Sample” geändert habe!) sind nicht gleich Grund für einen “unsympathischen Blog” (wie ich erst letztens per Kommentar lesen durfte) oder für verlogene Reviews. Ganz ehrlich: von Lügen hat doch keiner was! Weder ich, noch ihr. Euch passiert nämlich daraufhin vielleicht ein gewaltiger Fehlkauf, vor dem ich euch bewahren kann und ich mache mich unglaubwürdig. Und bevor ich ein schlechtes Produkt in den Himmel lobe, schreibe ich lieber entweder gar nichts oder bin ehrlich und sage das auch (und ich habe bisher immer auch die negativen Punkte an Produkten aufgezählt – auch wenn ich auf grundsätzliche Negativ-Posts verzichte, klassisch nach: “auch schlechte Werbung ist Werbung”). Kritik ist sinnvoll, nicht zuletzt auch für die Firmen, die daraufhin ihr Produkt verbessern können – und davon profitieren wir alle. Deshalb hoffe ich, dass ihr wisst, dass ihr bei mir auf ehrliche Reviews stoßt und auch bei geschenkten Produkten wisst, dass ihr auf mich vertrauen könnt.

Zurück zum Thema “Geld”: ich habe natürlich auch nur ein begrenztes Budget und wüsste nicht, wie ich den Blog damit aktuell und interessant halten sollte. In Sachen Beauty erscheint ständig Neues und das möchte man natürlich auch auf dem Blog zeigen. Daher bin ich umso dankbarer für die Pressezusendungen, die den Blogs zu Aktualität verhelfen. Und nicht nur das: mit vielen Produkten kann ich viele Looks zeigen, Sachen ausprobieren, die für euch interessant sind und damit zeigen, was gut und was schlecht ist.
Aber klar – ein Blog ist sofort unsympathisch und unglaubwürdig, wenn darauf Produkte sind, die der Blogger nicht selbst gekauft hat. Ich glaube kaum, dass jemand von euch schon mal einer Zeitschrift einen Leserbrief geschickt hat mit den Worten: “Ihr zeigt ja nur Produkte, die ihr geschenkt bekommen habt und für deren Werbung ihr auch noch bezahlt werdet! Das macht euch unsympathisch!” oder “Wie soll ich mir denn das alles leisten, was ihr da zeigt? Das kann ich gar nicht alles kaufen!”. Schlicht und einfach, weil es hier normal ist. So wie es bei Blogs auch normal sein sollte.
Ich weiß ja nicht, wie sich das so mancher vorstellt – soll jeder Blogger sein ganzes Gehalt, Taschengeld, whatever, zusammenkratzen, um damit alles für den Blog zu kaufen? Ich denke, da sind wir uns einig, dass das Bullshit wäre.

Ich hoffe, ihr versteht alle, worauf ich hinaus will: Ein Blog ist kein konsumtechnisches Vorbild. Bloß, weil ich viele Produkte zeige, soll es keine Kaufanregung, sondern viel mehr eine kleine Hilfe bei Entscheidungen sein. Und bloß weil vieles davon nicht von mir selbst gekauft ist, bin ich deshalb nicht unehrlich. Das war ich nie und werde es auch in Zukunft nicht sein.

Zucker. ♥

Meiner Meinung nach zwar das blödeste Wort für die Krankheit, aber es ist eins der am meisten dafür verwendetste. → Diabetes (und ich empfehle jedem, sich den Wikipedia-Eintrag mal kurz durchzulesen). Ich trage die chronische Krankheit seit mittlerweile fast 13 Jahren mit mir rum. Entgegen so manch einer unqualifizierten Meinung, ich hätte mir das Ganze “angefressen”, habe ich allerdings → Typ I und habe mich weder von zu viel Zucker ernährt, um jetzt Insulin zu brauchen, noch liegt es an meinem Gewicht oder überhaupt: an mir, ich bin vollkommen unschuldig und wurde so geboren. :) Foto(4)

Eigentlich hätte ich euch gern meinen Lieblingswert (100 mg/dl) präsentiert, aber der ist auch nicht schlecht. :)

Seit Jahresanfang trage ich endlich – wenn auch noch nicht so ganz – eine Insulinpumpe, die ich ewig nicht genehmigt bekommen habe, was für mich ein guter Anlass ist, jetzt mal ein paar Worte zu meinem Leben mit Diabetes zu verlieren. :) Nach dem Klick gibt’s also mal einen ganz anderen Post, den sich aber vor allem in letzter Zeit einige von euch gewünscht haben.

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