• Preppy •

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5 - Lu zieht an.®

Photos: Falko Blümlein
Dress: Karen Millen
Blouse: C&A
Pumps: Valentino “Rockstud”
Earrings: Dior “Mise en Dior”

Etwas, das ich wirklich gerne mache, ist meine Kleidung neu stylen. Ich weiß, dass es immer interessanter ist, neue Sachen zu sehen, und darum geht’s bei Fashionbloggern ja auch – immer die neuesten Trends zeigen. Aber ich finde, wir sollten auch Vorbilder sein, wenn es um “nachhaltige Kleidung” geht. Es ist nichts falsch daran, etwas zwei Mal oder sogar öfter zu tragen. Und es macht Spaß, seine Kreativität herauszufordern, indem man “alten” Teilen einen neuen Look verpasst.

Es ist schon eine Weile her, seit ich euch dieses Kleid auf dem Blog gezeigt habe (Schande über mich!), aber heute gibt’s zumindest einen ganz neuen Style damit für euch. Und er ist einfach nachzumachen, mit jedem Kleid, das ihr bereits daheim habt. Einfach eine Bluse drunter tragen. Nichts Neues und auch keine große Sache, aber das verändert den ganzen Look, plus: es ist definitiv etwas, das man auch zur Arbeit tragen kann. ;)

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• #notperfectbuthuman ♥ •

• #notperfectbuthuman ♥ •

Ich hab’ beschlossen, eine neue “Kolumne” auf dem Blog namens #notperfectbuthuman auszuprobieren – denn ich bin definitiv zu ernst und professionell, so dass die Leute tatsächlich denken, ich wäre arrogant und eingebildet, denn jedes Mal, wenn ich neue Menschen durch’s Bloggen kennenlerne, erzählen sie mir, dass ich ziemlich lustig bin und gar nicht so, wie sie sich mich vorgestellt hätten (gleich nachdem sie mich wissen lassen, dass ich sehr klein bin!). ;) Um ehrlich zu sein, bin ich irgendwie immer der Klassenclown eines jeden Bloggerevents, bin wirklich peinlich und vermutlich fast jedes Mal die Erste, die unvermittelt “Penis!” brüllt – joa, bricht das Eis. :D

Also – natürlich sehe ich mich nicht als “perfekt”, obwohl ich immer versuche, die beste Version meiner selbst auf dem Blog zu sein. Ich bin definitiv professionell, wenn es um meine Arbeit geht, und ich will alles so gut wie möglich machen, aber wie ihr euch denken könnt, bin ich genauso albern wie jeder andere auch. Und deshalb fange ich mit dieser neuen kleinen Serie an (die nicht zu oft kommen wird, aber wiederkehrt, wenn sie euch gefällt!), bei der ich euch ein paar Outtakes meiner letzten Outfitposts zeigen will. Ich hoffe, sie bringt euch zum Lachen und erinnert euch auch daran, dass da ein echter Mensch auf der anderen Seite eures Bildschirms sitzt. ♥

P.S.: Komplett unbearbeitete Fotos. Ich verändere NIEMALS meinen Körper, aber wie ihr sehen könnt – manchmal brauchen die Fotos eine kleine Anpassung in Sachen Farbe und Kontrast. ;) Die Bilder könnt ihr anklicken, dann werden sie größer und ihr könnt alle Details meiner bekloppten Gesichter sehen. ;)

• Marina Rinaldi x Stella Jean III •

• Marina Rinaldi x Stella Jean III •

2 - Lu zieht an.®

Photos: Falko Blümlein
Dress: Marina Rinaldi x Stella Jean
Pumps: Valentino “Rockstud”
Sunglasses: Dolce & Gabbana “Spain in Sicily”
Earrings: Dior “Gum Tee Shirt”
Bracelet: Hermès

Hier ist das letzte Stück von meiner kleinen Marina Rinaldi x Stella Jean Serie auf dem Blog – ich hatte euch eine Farbbombe versprochen und hier ist sie! :) Das Kleid ist mein absoluter Favorit der ganzen Kollektion, es ist so perfekt und schön und ein so wunderbares Teil für den Sommer! Ich liebe den Frida Kahlo-Vibe, den es hat, und obwohl es schon so bunt ist, macht es wahnsinnig viel Spaß, noch mehr Farbe mit Accessoires hinzuzufügen. Zum Beispiel mit einer Statement-Sonnenbrille. Erst dachte ich, dass sie zu viel wäre, aber dann “warum nicht?”, und tatsächlich liebe ich die Kombi (die ich an dem Tag auch wirklich gebraucht habe, weil die Sonne verdammt hell war!). Anstatt den offensichtlichen roten Lippenstift dazu zu tragen, den ich bereits beim Stella Jean FW-Event im Februar draufhatte, hab’ ich mich für Pink entschieden und auch meine pinkfarbenen Dior-Ohrringe dazu getragen – für den extra Farbklecks. ;)

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• Private XIV | My Body – My Rules •

• Private XIV | My Body – My Rules •

Ich werde nicht müde, diese Posts zu schreiben, meine Botschaft zu wiederholen und hoffentlich so viele Menschen da draußen wie möglich zu erreichen. Meine Botschaft besteht aus vielen Teilen – diese hier sind nur ein paar davon:

“Liebt euch selbst. Tragt, was immer ihr wollt, wann immer ihr wollt. Verurteilt andere nicht aufgrund ihres Aussehens. Akzeptiert euch selbst und akzeptiert andere. Lasst euch nicht von anderen runtermachen.”

Momentan fühle ich mich wirklich durch einige Dinge, die gerade passieren, ziemlich beunruhigt. Zum Beispiel war da vor nicht allzu langer Zeit eine H&M-Kampagne. Sprechen wir mal nicht über die dumme Marketingstrategie (“Oh – Feminismus ist im Trend, also machen wir mal eine Werbung und tun so, als ob wir cool wären und uns Frauen und ihre Rechte und Gefühle wichtig wären, zum Beispiel indem wir mit Plus-Size-Models zusammenarbeiten, aber unsere Plus-Size-Auswahl aus allen Läden rausnehmen!”), aber über die Reaktionen. Ich bin extrem wütend geworden, als ich die Kommentare auf diversen Seiten gelesen habe, auf denen das Video geteilt wurde, vor allem auf Facebook.
Lasst mich kurz erklären, was in dem Video passiert: da sind Frauen. Frauen aller Art, sie sind unterschiedlich. Da ist ein Plus-Size-Model, das in Unterwäsche vor dem Spiegel tanzt. Eine sehr muskulöse Frau. Eine androgyne Frau. Eine, die ihre Zähne mitten im Restaurant mit Hilfe des Messers als Spiegel putzt. Und da ist eine Frau mit Achselhaaren.

Während man denken will, dass – wie immer – die dicke Frau alle verrückt und hasserfüllt machen wird, ist es dieses Mal die Frau mit haarigen Achseln. Denn wenn es eine Sache gibt, die scheinbar noch ekelhafter als ein glückliches dickes Mädchen ist, dann sind es haarige Frauen. Die Kommentare, die ich gelesen habe, waren “ekelhaft”, “widerlich”, “ungepflegt” – und dann waren da noch andere, wie: “Frauen müssen sich rasieren!”, “Haarige Frauen sind nicht sexy!”, “Ich würde niemals eine haarige Frau ficken!”, “Ich bin selbst eine Frau und sich nicht zu rasieren ist so ekelhaft und unweiblich!” und so weiter. Also, die ersten paar Kommentare sind einfach nur dumm – warum sollte Körperbehaarung ungepflegt sein? Sie ist natürlich! Eigentlich ist es unnatürlich, wenn man sich rasiert. Und trotzdem tun wir es, weil es uns so beigebracht wird. Manche tun es, weil sie denken, es wäre hygienischer. Aber ernsthaft – Haare sind nicht “unhygienisch”, wenn man einfach auch duscht und sich wäscht. Haare stehen nicht gleich für stinkende Menschen. Haare bedeuten nicht schmutzig. Körperbehaarung ist absolut normal.
Aber dann ist da noch die zweite Version der Kommentare. Die eindeutig sexistisch sind. Und Bullshit. Und die meisten kommen da nicht mal von den Männern. Als Feministin macht es mich traurig, solche Worte von anderen Frauen zu lesen. Von denen, die andere unterstützen sollten. Die, die wissen, wie es ist und sich anfühlt, eine Frau zu sein, wie es ist, die meiste Zeit einfach nur ein Körper zu sein, der von allen be- und verurteilt wird und nie gut genug ist.

Und vor ein paar Tagen musste ich den gleichen Bullshit wieder sehen – dieses Mal in einer seltsamen und total dummen Werbung von OTTO, die sich mit Guido Maria Kretschmer (den ich überhaupt nicht mag, weil er es liebt, bei “Shopping Queen” beleidigende Dinge über andere zu sagen, und alle ihn dafür feiern und lieben) zusammengetan haben. Die Werbung zeigt den Designer mit zwei Dackeln (und noch eine “Freundin” der eigentlichen Hauptdarstellerin) und dann kommt die Frau rein, trägt ein Sommerkleid, tanzt ein wenig herum und wirft dann schlussendlich die Arme in die Höhe – und zeigt damit ihre Achselhaare. Die “Freundin” sieht sichtlich irritiert aus und der Designer kommentiert unverzüglich, dass sie doch lieber “die beiden Rauhaardackel daheim lassen sollte” und wirft ihr einen Cardigan zu, den sie, offensichtlich irgendwie beschämt, sofort überzieht – und dann lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

ERNSTHAFT? Es ist 2017 und wir alle kämpfen für Feminismus, Gleichberechtigung, Body Positivity, Individualität und so viel mehr und trotzdem gibt es immer noch Leute, die denken, es wäre cool, solche Werbungen zu produzieren. Natürlich muss man Achselhaare nicht schön finden, aber man sollte akzeptieren, dass es Frauen gibt, die eben einfach keine Lust haben, sich zu rasieren, nur weil unsere sexistische Gesellschaft von uns Frauen erwartet, haarlos zu sein. Weil es “nicht weiblich genug” ist, wenn wir haarige Achseln oder Beine oder Arme oder Vaginas haben. Weil wir als Frau jegliches ungewollte Haar entfernen sollen, weil es ekelhaft und nicht sexy ist. Moment! Was? Wer hat beschlossen, dass dieser Blödsinn die Richtlinie für mein Leben als Frau ist?

Vor ein paar Tagen war ich bei einem wundervollen Shooting mit sechs weiteren wunderschönen Frauen und wir waren ein glücklicher kleiner Haufen von Vielfalt. Große Frauen, kleine Frauen, ein Ombré an Hautfarben, dünne Frauen und dicke Frauen (und wenn man so will – mit mir sogar eine Art Frau mit “Behinderung”, dank Diabetes, aber ich denke, wir müssen da noch viel daran arbeiten, mehr “wirklich behinderte” Menschen für Vielfaltsgeschichten zu zeigen!). Eine von ihnen – sie ist so wunderschön! – hatte Achselhaare und es klingt vielleicht komisch, aber es hat mich glücklich gemacht, das zu sehen. Sie war da so “mir egal” damit und als sie jemand darauf angesprochen hat, hat sie erzählt, dass sie sich nicht mehr rasiert hat, seit sie 15 war. Es hat mich glücklich gemacht, eine Frau zu sehen, die frei ist. Frei von der Unterdrückung, was angeblich feminin ist. Frei, weil es ihr einfach egal war. Und es hat mir auch das Gefühl gegeben, frei zu sein, als ich das gesehen habe. Für einen kurzen Moment habe ich darüber nachgedacht, ihr das mitzuteilen, aber dann fiel mir auf: es sollte keine große Sache sein. Warum überhaupt ein Fass aufmachen und mit jemandem drüber sprechen, der offensichtlich beschlossen hat zu sagen “Fick dich, Gesellschaft – ich zieh’ mein eigenes Ding durch!”? Genau – es gibt keinen Grund, darüber zu reden, weil es normal ist! Normal, für sich selbst zu entscheiden, was man mit seinem Körper machen will und wie man sich damit fühlt. Punkt.

P.S.: Das lässt sich natürlich auch auf viele andere Looks von Frauen übertragen. Ich hab’ mir da nur einen ausgesucht, der offenbar immer noch für öffentliches Body Shaming genutzt wird. Erinnert ihr euch an die Dove-Kampagne, bei der ich mitgemacht habe? Da war zum Beispiel auch eine sehr muskulöse Frau – sie ist absolut toll und ich liebe es, wie sie diesen supersportlichen und starken Look mit süßen oder eleganten Kleidern vermischt – und die Kommentare waren sowas wie “das ist nicht weiblich”, “eine Frau sollte nicht so aussehen”, “das ist hässlich und viel zu männlich” etc. Ich denke, wir haben da noch einen sehr langen Weg vor uns und viele Kämpfe gegen Body Shaming, Sexismus, Lookismus und die dämlichen Standards unserer Gesellschaft auszutragen, aber es lohnt sich so sehr und wir sollten niemals aufhören, gegenseitig für uns einzustehen! Auch wenn wir diesen bestimmten Weg gar nicht für uns selbst wählen.

P.P.S.: Warum ich mich dazu entschlossen habe, nackt für ein öffentliches Foto zu posieren – ja, dieses Mal ist es definitiv mutig, sowas zu posten, wo mich jeder so sehen kann. Es ist ein großer Schritt weiter, als mich einfach nur in einem Bikini oder sogar Unterwäsche zu zeigen, aber ich hatte das Gefügl, dass dieses Foto der beste Weg ist, die heutige Botschaft rüberzubringen. Das bin ich, roh und unbearbeitet, ich versuche auf keinste Weise sexy oder vulgär zu sein, nur mit meinen intimsten Stellen bedeckt, obwohl es eigentlich keine große Sache sein sollte, Brüste und Nippel zu sehen, aber ihr wisst ja, es ist immer besser, das alles im Internet versteckt zu halten. ;) Es war tatsächlich nicht leicht für mich, mich dazu zu entscheiden, das hier zu posten, aber ich hatte das Gefühl, dass ich – wie mit meinen Beach-Body-Fotos auch – eine von denen sein möchte, die euch einen natürlichen Körper “gibt”, einen Körper, der nicht zur “Perfektion” gephotoshopped ist, einen Körper mit “Makeln” wie meinem hängenden Bauch mit Dehnungsstreifen, meinem CGMS und meiner Insulinpumpe, ein dicker Körper, der genauso wunderbar ist wie ein dünner Körper, ein muskulöser Körper, ein behinderter Körper,… – einfach als ein Körper. Ja, es ist angsteinflößend, so online zu sein, aber ich habe meine “Private”-Posts immer als eine sehr ehrliche und auch verletzliche Seite von mir gesehen, eine Seite, die andere inspirieren will (nein, ihr müsst euch jetzt nicht nackig machen und das posten, das ist nicht meine Intention!), wegen meines Selbstvertrauens und meiner Selbstliebe, die für jeden absolut natürlich sein sollten. ♥